Langzeitfolgen von SARS-CoV-2 bei Kindern: Neue Studie
DMZ – WISSENSCHAFT ¦ Lena Wallner ¦ Die COVID-19-Pandemie hat weltweit erhebliche medizinische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen, sowohl kurz- als auch langfristig, verursacht. Obwohl die meisten Personen innerhalb weniger Tage oder Wochen nach einer akuten Infektion genesen, erleben einige längere Auswirkungen. Daten zu den Langzeitfolgen einer Infektion mit dem schweren akuten respiratorischen Syndrom-Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) bei Kindern, auch bekannt als Long COVID, tauchen erst jetzt in der Literatur auf. Diese Symptome und Zustände können anhaltende Symptome einer akuten Infektion widerspiegeln (z. B. Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn), neue Symptome wie Schwindel oder die Verschlimmerung zugrunde liegender Erkrankungen. Kinder können auch neue Zustände entwickeln, darunter posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom, Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom, Autoimmunerkrankungen und Multisystem-Inflammatorisches Syndrom bei Kindern. Diese Review-Studie bietet eine Zusammenfassung unseres aktuellen Wissens über Langzeitfolgen von SARS-CoV-2 bei Kindern, einschließlich Prävalenz, Epidemiologie, Risikofaktoren, klinische Merkmale, zugrunde liegende Mechanismen und funktionale Ergebnisse. Die Studie basiert auf der aktuellen Definition des National Institutes of Health (NIH) und betont die Bedeutung von Forschungsbemühungen, um die natürliche Geschichte, Mechanismen und langfristigen Gesundheitsfolgen von Long COVID bei Kindern und jungen Erwachsenen zu charakterisieren, um zukünftige Behandlungs- und Präventionsbemühungen zu informieren. Die Studie betont die Verwendung von elektronischen Gesundheitsdatenkohorten zur schnellen Bewertung von PASC sowie die Notwendigkeit von langfristigen prospektiven Beobachtungskohorten, um Krankheitslast, Krankheitsverlauf, Pathobiologie und klinische Manifestationen und Ergebnisse zu schätzen.