Max Hauser
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Max Hauser
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berliner | politökonom | zahlen und texte @surplusmagazin.de
Deshalb fordert Reisenbichler, den Wohnungsbau als ein gesamtwirtschaftliches Problem zu begreifen. Er sieht das Potenzial eines Konsens in einem Bauprogramm: die Linke kann neue Sozialwohnungen als Sieg gegen steigende Lebenshaltungskosten verkaufen, die Rechte als Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit.
January 26, 2026 at 3:33 PM
Daraufhin schüttete die Politik das Kind mit dem Badewasser aus: Der soziale Wohnungsbau wurde 2006 mit der Föderalismusreform komplett auf Länderebene delegiert und die letzten Subventionen abgeschafft. Ergebnis: Einbruch der Sozialwohnungen auf unter 1 Mio. heute.
January 26, 2026 at 3:33 PM
Die Wiedervereinigung führte kurz zu einem Boom der Bauwirtschaft, als die Regierung Kohl damit die eingebrochene ostdeutsche Wirtschaft stützen wollte. Die Regierung schoss weit übers Ziel hinaus und trug zu der (relativ unbekannten) Immobilienkrise der 90er-00er Jahre bei, Stichwort Holzmann AG.
January 26, 2026 at 3:33 PM
Es galt, das Problem von ruraler Arbeitslosigkeit bei Arbeitskräftemangel in den Industrieregionen pragmatisch zu lösen. Zudem drosselten niedrige Wohnkosten das Lohn-, Miet-, und Rentenwachstum. Heute ähnlich: angespannte Wohnungsmärkte senken Mobilität, Produktivität und tragen zur Inflation bei.
January 26, 2026 at 3:33 PM
Die entscheidende gesamtwirtschaftliche Rolle des Wohnungsmarkts wird in den Wirtschaftswunder-Jahren sehr deutlich, als die CDU unter Adenauer und Erhard trotz ihrer ideologischen Präferenz für Eigenheime auf Drängen von Ländern und Industrieverbänden den sozialen Wohnungsbau massiv förderten.
January 26, 2026 at 3:33 PM
Ich habe Alexander Reisenbichler (U Toronto) interviewt, der in seinem Buch die Rolle des Wohnungsmarkts in Deutschland und den USA für das jeweilige Wachstum untersucht hat. Die liberalen USA greifen massiv in diesen Markt ein, während die "soziale Marktwirtschaft" hier laissez-faire unterwegs ist.
January 26, 2026 at 3:33 PM
Seh ich das richtig, dass es keine Anmeldung braucht?
January 24, 2026 at 4:31 PM
No worries, international edition is on its way!
January 21, 2026 at 3:30 PM
Entsprechend geht es hier um Instrumente jenseits der Leitzinspolitik der Zentralbanken, um diese Art Kosten- bzw. Profitdruckinflation einzudämmen: Preisbeobachtungsstellen, strategische Preiskontrollen, Pufferlager, Fiskalpolitik, usw.
January 21, 2026 at 11:41 AM
Der untersuchte Zeitraum hatte eine angebotsseitige Inflation, da spielt die Geldpolitik keine Rolle. Es geht um den Einfluss bestimmter relativer Preise: welche Sektoren der Wirtschaft haben das größte Potential, sowohl die Inflation, als auch die Ungleichheit zu beeinflussen?
January 21, 2026 at 11:39 AM