Felix Schilk
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stillapossibility.bsky.social
Felix Schilk
@stillapossibility.bsky.social
Antifascist.
Postdoc @unituebingen.bsky.social
PhD @tudresden.bsky.social
political sociology, right-wing extremism, conspiracy theories and disinformation
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Kurz vor Weihnachten gibt es die erste Druckfahne 🥳 Unser fertiger Band zum hybriden #Rechtsextremismus soll dann spätestens im März im #OpenAccess bei @transcript-verlag.bsky.social erscheinen 👇 #FarRight
Reposted by Felix Schilk
Kleiner Reminder, dass in den 2000ern der "neue deutsche Opferdiskurs" dominant war, auf dessen Rücken tausenden Neonazis und Mitläufer*innen in #Dresden der Weg freigeknüppelt wurde.
Die kritischen Interventionen dagegen sind auch Teil der Auseinandersetzungen um #Erinnerungskultur in Deutschland.
Jedes Jahr im Februar mobilisieren Rechtsextreme nach Dresden, um das Gedenken an die Bombardierung 1945 zu missbrauchen – mit überhöhten Opferzahlen, dem Begriff "Bombenholocaust" und Narrativen, die teils direkt aus Goebbels' Propagandaministerium stammen. Mehr dazu auf unserer Website:
"Bombenholocaust" - Geschichte Statt Mythen
Geschichtsrevisionisten und Rechtsextreme behaupten, die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten im Februar 1945 hätte hunderttausende das Leben gekostet. Sie Sprechen dabei von einem…
www.geschichte-statt-mythen.de
February 10, 2026 at 1:21 PM
Gehört in die Kategorie unangenehme Linksgrifter und passt da sehr gut rein😉
February 10, 2026 at 1:28 PM
Wer meint, dass Deutschland "gerettet" werden müsste, ich schon mittendrin in der rechten Erzählung.
February 10, 2026 at 1:27 PM
Bei meiner letzten Fahrt war es ein privat reisender Lokführer, der eine Stunde am Stück jedes rechte Ressentiment, das man sich vorstellen kann, in Abteillautstärke in den Hörer geschrien hat...
February 10, 2026 at 1:04 PM
Dreßler bummelt jetzt alle "Alternativmedien" ab, es geht munter weiter im Hangar der Austrofaschisten. Im eigenen Podcast wird dann fleißig rechter Content besprochen und gefeatured, als ob es nichts anderes gebe, über das man sprechen könnte. Und die Typen halten sich für links... 🙈
February 10, 2026 at 1:01 PM
💯
Ich finde ja eine Kampagne für mehr Rücksicht in Zügen der Deutschen Bahn sollte sich eher an Frankfurter Business-Typen oder generell an Männergruppen richten und nicht in erster Linie an alleinreisende junge Frauen.
February 10, 2026 at 12:54 PM
Ich sag's euch, die landen in ein paar Jahren alle im Feuilleton der Berlinskaja Prawda oder der Ostdeutschen Allgemeinen...
February 10, 2026 at 9:11 AM
Allein, dass Schmitt einen Bezahlaccount auf X hat und dort ausschließlich Werbung für seinen eigenen monetarisierten Content postet finde ich suspekt.
February 9, 2026 at 4:09 PM
Man kann dieses Geschäftsmodell ja sehr unterschiedlich umsetzen. Annika Brockschmidt macht das m.E. z.B. sehr viel angenehmer, integrer und solidarischer als Schmitt und Nymoen, für die es immer nur um sie selbst oder irgendwelche abstrakten Entitäten (Stichwort: Proletariat) geht.
February 9, 2026 at 4:09 PM
Die Zeit orientiert sich m.E. viel zu stark an Clickbait, konstruierter Kontroverse und Close-Ups. In der FAZ gibt es auch genug 'rechte' oder reaktionäre Meinungsartikel - das stört mich dort aber weniger, weil sie in ein wesentliche pluralistischeres Gesamtprodukt eingebettet sind.
February 9, 2026 at 3:57 PM
Hab's oben noch mal ausgeführt und zudem nicht gesagt, dass Schmitt libertär sei, sondern dass seine (und noch mehr Nymoens) Positionen (konkret zur Coronapolitik und zur Wehrpflicht) auch eine gehörige Portion libertärer Staatskritik beinhalten.
February 9, 2026 at 2:13 PM
Und das ist m.E. auch der Grund, weshalb Schmitt bei Kosubek und Ungeskripted auftritt und dort funktioniert. Er mag andere Inhalte haben, aber die politische und diskursive Ökonomie, in der er arbeitet, ist strukturell sehr ähnlich. /4
February 9, 2026 at 12:55 PM
Das Format ist: zwei Dudes erklären die Welt und lassen sich dafür bezahlen. Ihre Ressourcen werden lediglich für Werbung in eigener Sache eingesetzt. Das dahinter stehende, auf den privategoistischen Erfolg ausgerichtete Mindset bezeichne ich als "libertär". /3
February 9, 2026 at 12:55 PM
In seinen Inhalten geht es in der Regel um abstrakte und oberflächliche Systemkritik, die er als wissender Produzent vermittelt, gerahmt von Werbung und Bezahlcontent. Solidarische Praxis spielt bei ihm ebensowenig eine Rolle wie Hinweise zur selbstständigen Aneignung von Wissen und Fähigkeiten. /2
February 9, 2026 at 12:55 PM
Ich versuche mal anders zu argumentieren: Schmitt ist jemand, der Analyse und Kritik zu einem Geschäftsmodell gemacht hat, von dem er als Selbstständiger lebt. Darin ähnelt er Kosubek. Daraus resultieren bestimmte Zwänge und Logiken, denen sich beide nur schwer entziehen können. /1
February 9, 2026 at 12:55 PM
Reposted by Felix Schilk
Miosga-Redaktion nennt die AfD eine "Partei mit umstrittenen Positionen". Das ist der Stand 2026: Die Normalisierung ist so weit fortgeschritten, dass Rechtsextremismus im ÖRR als "umstritten" bezeichnet wird. Und nicht etwa als etwas, das Demokrat*innen entschieden ablehnen und bekämpfen müssen.
Die "Caren #Miosga"- Redaktion hat mir schnell geantwortet. Bin nun umso mehr irritiert: #Rechtsextremismus darf für Demokrat:innen niemals "umstritten" sein, sondern ist selbstverständlich mit klarer Haltung abzulehnen. Egal in wie vielen Parlamenten Rechtsextremist:innen sitzen. #noAfD #ARD
February 9, 2026 at 10:18 AM
Und aus welchem Grund: weil Rechte sich Autorität wünschen, die nicht hinterfragt werden darf. Darum geht es bei dieser Kriminalisierung von Blasphemie. Ironischerweise sind es wahrscheinlich die gleichen Rechten, die Mohammed-Karikaturen (zu recht) verteidigen würden.
February 9, 2026 at 12:33 PM
Der Ayatollah ist ein brutaler Diktator mit einer religiösen Funktion, Jesus eine historische Figur, die ganz unterschiedlich symbolisch aufgeladen wird - für gute wie für schlechte Dinge. Wir können ja auch die Mohammed-Karikaturen nehmen, das ist vielleicht ein treffenderer Vergleich.
February 9, 2026 at 12:30 PM
Ich finde das hier super. Und klar, das hat natürlich eine stärkere politische Komponente - aber die kann Jesus auch sehr schnell wieder haben.

m.bild.de/politik/ausl...
Frauen im Iran zünden Zigaretten an brennendem Foto von Chamenei an
Irans Frauen senden mit Zigaretten-Protesten ein Symbol gegen die Mullahs. Unterstützung kommt von einem US-Senator und Bestseller-Autorin J.K. Rowling.
m.bild.de
February 9, 2026 at 11:31 AM
Mein Punkt ist: es sollte in aufgeklärten Gesellschaften keine Bereiche des Heiligen geben, für die andere Maßstäbe gelten als für den Rest der Gesellschaft.
February 9, 2026 at 11:25 AM
Anders gefragt: wenn irgendwelche Mullahs meinen, ihr Ajatollah sei heilig und dürfe deshalb nicht verspottet werden - ist das dann eine grundlegend andere Argumentation? Wo zieht man die Grenze, welche Art von religiösen Überzeugungen schutzwürdig sind und welche nicht?
February 9, 2026 at 11:25 AM
Es ist doch ein himmelweiter kategorialer Unterschied, ob es sich um die Verspottung und Herabwürdigung von konkreten Menschen (oder Gruppen) handelt, oder um die von irgendwelchen Gottheiten, religiösen Figuren oder Rollenträgern.
February 9, 2026 at 11:25 AM
Ich finde das wirklich problematisch tbh. Religiöse Gefühle sollten den Staat nichts angehen und nicht von ihm geschützt werden.
February 9, 2026 at 10:23 AM
Das sind aber m.E. schon zwei paar Schuhe. Volksverhetzung ist autoritäre Aggression gegen Schwächere bzw. Wehrlose, blasphemische Religionskritik hingegen eine Infragestellung von Autoritäten und Macht.
February 9, 2026 at 9:47 AM
Deutschland ist ja leider auch kein säkularer Staat.
February 9, 2026 at 9:01 AM